Kritisches




Waffen machen Männer aggressiv??

Eine US-Studie besagt: Die Beschäftigung mit Waffen erhöht bei Männern den Testosteronspiegel und macht sie aggressiver. So berichtet 20minuten.

Eine 30-köpfige Männergruppe wurde für diesen Test ausgesucht.
15 Männer fummeln 15 Minuten an einer Luftpistole. Die 15 Vergleichsprobanden „spielen“ in der Zeit ein Kinderspiel.

Der Vor- und Nachspeicheltest ergab bei der Pistolengruppe einen um 30 Prozent erhöhten Testosteron-Wert.

Ob dieser Anstieg nun auch zu mehr Aggressivität führen würde, testete die amerikanische Psychologie-Professorin Jennifer Klinesmith so:

Ein Becher mit Wasser, eine Flasche extrem scharfe Würze und ein Proband mit der Information: »Du musst das nicht trinken, aber ein anderer! Schütte so viel hinein, wie du willst.«

Na, wie mag das Ergebnis wohl ausgesehen haben? Die Waffengrüppler gaben im Schnitt dreimal mehr „Scharfes“ ins Wasser, als die Teilnehmer aus der Kinderspielgruppe. Je mehr Testosteron, je mehr von der extrem scharfen Sauce.

Ich glaube, mein Testosteron steigt gleich bis zur Himmel. Was sagt das über Männer und ihre Aggressionen aus? Und warum wurden nicht auch 30 Frauen unter gleichen Bedingungen getestet?

Mein Resümee: Keine ernst zu nehmende Aussage.
• Ich kenne viel logischere Gründe für Aggressionen: Harzt IV, 1-Euro-Jobs, die ab 40-Altersdiskriminierung, keine Zukunftschancen usw.
• Wer weiß, wie meine Aggressionen gestiegen wären, wenn ich eine Luftpistole „untersuchen“ müsste, wo ich mich doch für eine wissenschaftliche Studie zur Verfügung gestellt hatte.

Was daran wissenschaftlich ist, frag ich mich nun schon. DU auch?

15 Kommentare 9.5.06 08:50, kommentieren

Ich habe ja auch was gegen Ballerspiele

aber gibt es denn nichts Wichtigeres als Spielemachern die Benutzung des Roten Kreuz-Logos zu verbieten.
Das kommentiert noch viel drastischer "Sichelputzer" und sehr treffend mit „Ein Kreuz mit dem Roten Kreuz“.
Den Brief des Anwalts des Canadian Red Cross, in dem die Nutzung des Logos den Spieleherstellern untersagt wird, gibt’s hier.
Ich meine, wenn in Spielen Krieg gespielt werden darf, und der Protagonist auf Gegner schießen und sie töten oder verletzen darf, muss es auch Retter geben. Und die tragen nun mal seit dem 29. Oktober 1864 ein ROTES Kreuz. Punkt.
Aber wie schwachsinnig sind die RKler denn drauf. Da haben sie Angst um ihr Symbol?! Die sollten mal lieber Angst um ihren Ruf haben!!
Ich sage nur Pflegeskandal 2005 in Schleswig-Holstein. Aber auf Alte schießt man ja nicht. Die vergisst man...

2 Kommentare 10.3.06 10:34, kommentieren

Verona will klagen und Naddel auch!

Diese Film-PR ist den Iddis von der RP doch glatte 27 Zeilen mit Foto wert. Da kann man sich bloß an Kopf fassen. So ein Mist denke ich und ärgere mich, dass ich’s überhaupt gelesen habe. Manchmal gerät man halt in so einen unbeabsichtigten Weiterlesetrott.
Eigentlich ist es mir ja ziemlich egal, wenn Bohlen und Co. sich die Augen blau schlagen oder unsere Gerichte mit Verleumdungsklagen blockieren. Sonst haben wir vielleicht bald auch noch arbeitslose Richter.
Was mich aber tatsächlich wütend macht, ist die angegebene Quote bei RTL. Da bringen die am Wochenende zur besten Sendezeit diesen Zeichtenrickfilm über DBs Sex-Leben und sonstige Schweinereien a la Buchvorlage. Und 5.5 Millionen schauen zu...
Fürs Kino hat’s nicht gereicht, RTL hat’s gleich genommen.

9 Kommentare 9.3.06 10:49, kommentieren

Nie mehr Aldi, nie mehr Lidl...

...aber auch keine anderen Discounter mehr (Schlecker, MediaMarkt, plus usw.). Das ist meine Entscheidung! Denn billig ist unsozial.
Weder will ich in den Schnäppchenrausch verfallen, in dem sich ganz Deutschland befindet, noch halte ich mich für blöd, nur weil ich nicht dem niedrigsten Preis hinterher jage.
Alles haben wollen und alles haben müssen, die Folge dieses Raff- und Weggrabsch-Verhaltens sind riesige Umsätze bei Aldi, Lidl und Co. Ihre Inhaber haben dadurch Wirtschaftsgeschichte geschrieben und wurden zu den reichsten Männern in Deutschland.
Doch ihr Mega-Erfolg hat eine hässliche Kehrseite: Zum einen unmenschliche Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter, die hauptsächlich aus Frauen bestehen. Insbesondere allein erziehende Mütter werden eingestellt. Sie sind willig, flexibel und vor allem billig, weil sie auf das Einkommen angewiesen sind. Sie schleppen, kassieren, putzen, machen Überstunden - und all das für diese 400-Euro-Ausbeutpauschale.
Sie ertragen schlechte Sicherheitsbedingungen und Bespitzelaktionen. Und wenn sie aufbegehren oder sogar einen Betriebsrat gründen wollen, erfahren sie massive Einschüchterungen oft verbunden mit finanziellen, juristischen und existenzbedrohenden Folgen.
Zum anderen haben die Discounter ganze Branchen des Einzelhandels ruiniert. Hunderttausende mittelständischer Existenzen wurden vernichtet, Millionen Mitarbeiter wurden arbeitslos.
Meine Erkenntnis: Bei Billigheimern kaufen bedeutet miese Arbeitsbedingungen und den Zusammenbruch des seriösen Einzelhandels zu unterstützen.

2.3.06 21:47, kommentieren